Felix Nagl reißt nicht nur in seinem privaten Umfeld eine große Lücke wir verlieren in ihm auch einen Weit über seine Heimat beklannten und begehrten Experten in Sachen Pfluganwendung.
Viele Landwirte wissen um seine Fertigkeiten unzähligen hat er geholfen. Jahrzehnte hat er die gesamte V&N Händlerschaft unterstützt. So auch uns. Beliebt und bekannt bei allen Mitarbeitern der Firma Mauch wissen wir nur zu gut was wir an ihm verloren haben.
Wir bedanken uns bei Felix Nagl für alles, was er für uns geleistet hat von ganzem Herzen und entbieten den Angehörigen unser aufrichtiges Beileid

Im Frühling 2013 durften wir mit Felix Nagl noch dieses Interview führen:

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Felix Nagl gleicht die Länge der Hubstreben ab

1. Bevor der Pflug angehängt wird, müssen die beiden Hubstreben des Traktors die gleiche Länge aufweisen, damit der Sturz gleich ist.

2. Danach müssen die Seitenstreben des Traktors so eingestellt werden, dass der Pflug mindestens 6-7 cm pendeln kann, damit der Pflug leichtgängig ist und der Zugpunkt richtig ermittelt werden kann.

3. Jetzt kann der Pflug an den Traktor angehängt werden.

4. Damit der Pflug in der Flucht des Traktors nachläuft, muss man als Erstes das Maß der Innenspur nehmen. Danach muss man die Schnittbreite des Pfluges ermitteln, um den Schlitten richtig einstellen zu können. Wir nehmen an, die Innenspur beträgt 1,20 m und der Pflug hat 16 Zoll (40 cm) Schnittbreite. Als Erstes hält man einen Stab in der Flucht der beiden Pfluginnenspitzen und bringt in der Fluchtlinie eine Markierung am Schlitten an. Danach muss der Zollstock mit der halben Innenspur (60 cm) an der Mitte des Anbaubockes (Turm) angehalten werden. Hier ist wichtig, dass der Zollstock 60 cm am Turm aufweist, nicht umgekehrt! Nun muss nur noch der Schlitten so verdreht werden, dass die Markierung des Schlittens mit der 40 cm (Schnittbreite) Markierung des Zollstocksfluchtet.

5. Um die Tiefe des Pflugs einstellen zu können muss man ca. 10 Meter pflügen. Nun kontrolliert man die Arbeitstiefe und verändert die Tiefe nach Belieben.

6. Damit der Furchenschluss also das Ackerbild gleichmäßig ist, muss der Pflug im rechten Winkel sein. Die Rechtwinkligkeit kann erst in der zweiten Fahrt richtig eingestellt werden, weil erst dann der Traktor in der Furche läuft. Damit der Pflug im rechten Winkel pflügt, muss man beide Sturzspindeln durch Verdrehen richtig einstellen (beide gleich). Dazu stellt man sich entweder hinter den Pflug und schaut, ob der Pflug im rechten Winkel zur Furche steht, oder man betrachtet die Furche ob diese im rechten Winkel ist. Hierzu ist ein gewisses Augenmaß nötig.

7. In der zweiten Fahrt wird auch der Zugpunkt richtig eingestellt, damit die Schnittbreite der ersten Furche gleich der Schnittbreite der restlichen Furchen ist. Der Zugpunkt ist dann richtig, wenn der Oberlenker gerade ist. Dies ist dann am besten ersichtlich, wenn der Fahrer während des Pflügens den Oberlenker betrachtet.

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